Klagen gegen den Klimawandel – Ein Brandenburger Landwirt macht‘s vor

Während sich Viele über den verfrühten Frühling der vergangenen Woche freuen, fragen sich Andere, ob dieser Sommer sie an den Rande ihrer Existenz bringen wird. Die Dürre 2018 hat vor allem im Nordosten Deutschlands zu heftigen Ernteeinbußen und Kosten für Futterausfälle bei viehhaltenden Betrieben geführt. Nur die Schlachthöfe hatten Konjunktur: die Wetterlage hat viele Höfe zu signifikanten Bestandsverkleinerungen gezwungen.

So auch bei Heiner Lütken Schwienhorst, der am Rande von Spreewald zusammen mit seiner Familie einen Milchviehbetrieb führt und den der vergangene Sommer wirtschaftlich in die Ecke gedrängt hat . Er verklagt nun die Bundesregierung; zusammen mit Greenpeace sowie der Rechtsanwältin Roda Verheyen. Der Klage haben sich mittlerweile weitere Landwirte und Familien angeschlossen. Anklagepunkt: Die Regierung verfehlt die ihr selbst gesetzten Klimaziele und bedroht somit die Existenzgrundlage der Landwirtschaft. Spezifisch beziehen die Klagenden sich auf das Ziel der Bundesregierung Deutschland, bis 2020 40% der CO2 Emissionen gegenüber 1990 einzusparen. Bei 32% ist nun Schluss, im Klimaschutzbericht 2017 der Bundesregierung wird verkündet, dass trotz der Verfehlung „keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden“. In Anbetracht der Tatsache, dass uns Dank dem Klimawandel weitaus drastischere Wetterlagen bevorstehen als letztes Jahr, eine mehr als fragwürdige Strategie.

Wir leben in Zeiten in denen Vattenfall die Bundesregierung wegen ihres geplanten Atomausstiegs (und den damit verbundenen Gewinnausfall für Vattenfall) auf anfangs 4,4 Milliarden Euro verklagt. Diese Verluste können deutsche Land- und Fortwirtschaftende übertrumpfen; schon im August 2018 wurde der Verlust von Forst- und Landwirtschaft auf knapp 7 Milliarden Euro beziffert. So symbolisch die jetzige Klima-Klage auch sein mag, so bedeutsam ist sie vielleicht auch: statt Symptombekämpfung durch Dürrehilfen ist mutigeres politisches Handeln angesagt. Wären nationale und internationale Klimaziele wie gesetzt erfüllt worden, hätten wir momentan höchstwahrscheinlich eine weniger düstere Aussicht auf die nächsten Jahrzehnte.

Die Landwirtschaft zeigt sich als einer der am frühesten betroffenen Wirtschaftssektoren und ist ironischerweise der Sektor auf den sich alles andere stützt. Somit können solche Klagen nur unterstützt werden um Druck und Aufmerksamkeit auf die dringende Umsetzung der Klimaziele zu erwirken und um Sichtbarkeit darauf zu lenken, dass Menschen auch bereits hierzulande um ihre jetzige und zukünftige Existenz in Zeiten des Klimawandels kämpfen.

Während sich Viele über den verfrühten Frühling der vergangenen Woche freuen, fragen sich Andere, ob dieser Sommer sie an den Rande ihrer Existenz bringen wird. Die Dürre 2018 hat vor allem im Nordosten Deutschlands zu heftigen Ernteeinbußen und Kosten für Futterausfälle bei viehhaltenden Betrieben geführt. Nur die Schlachthöfe hatten Konjunktur: die Wetterlage hat viele Höfe zu signifikanten Bestandsverkleinerungen gezwungen.

So auch bei Heiner Lütken Schwienhorst, der am Rande von Spreewald zusammen mit seiner Familie einen Milchviehbetrieb führt und den der vergangene Sommer wirtschaftlich in die Ecke gedrängt hat . Er verklagt nun die Bundesregierung; zusammen mit Greenpeace sowie der Rechtsanwältin Roda Verheyen. Der Klage haben sich mittlerweile weitere Landwirte und Familien angeschlossen. Anklagepunkt: Die Regierung verfehlt die ihr selbst gesetzten Klimaziele und bedroht somit die Existenzgrundlage der Landwirtschaft. Spezifisch beziehen die Klagenden sich auf das Ziel der Bundesregierung Deutschland, bis 2020 40% der CO2 Emissionen gegenüber 1990 einzusparen. Bei 32% ist nun Schluss, im Klimaschutzbericht 2017 der Bundesregierung wird verkündet, dass trotz der Verfehlung „keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden“. In Anbetracht der Tatsache, dass uns Dank dem Klimawandel weitaus drastischere Wetterlagen bevorstehen als letztes Jahr, eine mehr als fragwürdige Strategie.

Wir leben in Zeiten in denen Vattenfall die Bundesregierung wegen ihres geplanten Atomausstiegs (und den damit verbundenen Gewinnausfall für Vattenfall) auf anfangs 4,4 Milliarden Euro verklagt. Diese Verluste können deutsche Land- und Fortwirtschaftende übertrumpfen; schon im August 2018 wurde der Verlust von Forst- und Landwirtschaft auf knapp 7 Milliarden Euro beziffert. So symbolisch die jetzige Klima-Klage auch sein mag, so bedeutsam ist sie vielleicht auch: statt Symptombekämpfung durch Dürrehilfen ist mutigeres politisches Handeln angesagt. Wären nationale und internationale Klimaziele wie gesetzt erfüllt worden, hätten wir momentan höchstwahrscheinlich eine weniger düstere Aussicht auf die nächsten Jahrzehnte.

Die Landwirtschaft zeigt sich als einer der am frühesten betroffenen Wirtschaftssektoren und ist ironischerweise der Sektor auf den sich alles andere stützt. Somit können solche Klagen nur unterstützt werden um Druck und Aufmerksamkeit auf die dringende Umsetzung der Klimaziele zu erwirken und um Sichtbarkeit darauf zu lenken, dass Menschen auch bereits hierzulande um ihre jetzige und zukünftige Existenz in Zeiten des Klimawandels kämpfen.

Links

Die Klageschrift der Klima-Klage